Pressestatement zum Aktionsende

Pressestatement zum Aktionsende

Berlin, 10.11.2019, 16 Uhr Am Boden bleiben beendet die für heute angekündigte Blockadeaktion. Von über 150 Aktivistinnen und Aktivisten, die morgens am Platz der Luftbrücke gestartet waren, konnten rund 50 eine Blockade unter den Anzeigetafeln des Terminal A im Flughafen Tegel errichten. Wie angekündigt wurden mit dieser friedlichen Aktion keine Reisenden an ihren Abflügen gehindert. Vielmehr haben die Teilnehme mit ihrer Blockade ein wichtiges Zeichen gegen die Normalität des Fliegens gesetzt.

Auf dem Weg zum Flughafen kam es zu massiven Personen- und Ticketkontrollen. Durch ihr Handeln hat die Polizei nicht nur für weiträumiges Verkehrschaos um den Flughafen gesorgt, es steht gleichzeitig auch in keinem Verhältnis zum friedlichen Protest der Aktivist*innen von Am Boden Bleiben. Dazu die Pinguine von Am Boden Bleiben in einem Statement auf Twitter: „Obwohl wir im Vorfeld sehr deutlich gemacht haben, dass wir keine Menschen hindern wollen ihre Flugreise anzutreten, wurden Menschen trotzdem massiv daran gehindert einen öffentlichen Ort zu betreten.“ 
Das unverhältnismäßige polizeiliche Handeln gipfelte in der Ingewahrsamnahme der Pressesprecherin Klara Strauss, die während der gesamten Aktion an ihrer Pressearbeit gehindert wurde und ohne am Blockadeort gewesen zu sein trotz Angabe ihrer Personalien derzeit von der Polizei festgehalten wird.

Trotz der massiven Einschränkungen durch die Polizei haben die Aktivistinnen sich nicht aufhalten lassen und ein wichtiges Zeichen gegen die Profitinteressen und Greenwashing der Luftfahrtindustrie und eine Politik, die sie darin unterstützt, gesetzt. Dies zeigt einmal mehr, wie wichtig und legitim ziviler Ungehorsam im Angesicht der Klimakrise ist. 

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