Bunte Aktion zivilen Ungehorsams gegen Flugverkehr + Rund 50 Menschen in Pinguin-Kostümen fordern “Am Boden bleiben”

Bunte Aktion zivilen Ungehorsams gegen Flugverkehr + Rund 50 Menschen in Pinguin-Kostümen fordern “Am Boden bleiben”

Berlin, 10. November, 12:30 Uhr Etwa 50 Menschen stören zur Zeit den Ablauf am Berliner Flughafen Tegel in einer friedlichen Aktion zivilen Ungehorsams. Viele Aktive der Aktion sind als Pinguine verkleidet, gemäß dem Motto „Die coolsten Vögel bleiben am Boden.” Trotz massiven Polizeiaufgebots konnten die Aktivistinnen und Aktivisten zwei große Banner mit den Inschriften “Cacelled due to climate change” und “Flugindustrie blockieren – Klimagerechtigkeit jetzt!” über den Anzeigetafeln befestigen und eine Sitzblockade errichten. Viele Aktivisten wurden an der Anreise zum Flughafen gehindert. Unter anderem wurden Verkehrs- und Ticketkontrollen durchgeführt. “Dass die Polizei diese friedliche Aktion mit so einem Aufwand versucht zu verhindern ist skandalös! Umso wichtiger ist dass es viele mutige Menschen ins Terminal geschafft haben und sich dort für eine sozial- und klimagerechte Mobilität einsetzen” kommentiert Pressesprecherin Klara Strauß. 

Mit der Aktion setzt die Klimagruppe „Am Boden bleiben“ ein Zeichen gegen den ungebremsten Wachstumskurs der Flugindustrie. Die Gruppe übt scharfe Kritik an der Klimapolitik der Bundesregierung und fordert die sofortige Einstellung aller Inlandsflüge sowie einen Ausbaustopp aller Flughafeninfrastruktur. 

„Die Luftfahrindustrie fliegt uns ungebremst in die Klimakatastrophe – wir ziehen wir die Notbremse. Wenn die Bundesregierung dabei scheitert, den Wachstumswahn zu stoppen, ist unsere Antwort massenhafter ziviler Ungehorsam. Erst Kohle, dann Autos, jetzt Fliegen: Am Boden bleiben ist Teil einer wachsenden Klimagerechtigkeitsbewegung, die die Notbremse gegen die Klimakatastrophe zieht“ so Strauß.

Seit den Neunzigerjahren hat sich der Ausstoß von Treibhausgasen aus der Luftfahrt in Deutschland mehr als verdoppelt und macht inzwischen fast zehn Prozent der gesamten Klimaschädigung aus. Doch das Thema Flugverkehr wird im Klimaplan der Bundesregierung nur mit einem kurzen Absatz erwähnt. Für Flüge soll die Luftverkehrsabgabe erhöht werden, was je nach Länge der Strecke zwischen drei und 17 Euro ausmacht. 

„Die Bundesregierung liefert nichts als Pillepalle. Alle wissen, dass diese minimale und einseitige Preiserhöhungen kaum jemanden vom Fliegen abhält. Für drei Euro kriegt man bei der Bahn nicht mal eine Sitzplatzreservierung. Kurzstrecken- und Inlandsflüge sind in Zeiten der Klimakatastrophe durch nichts zu rechtfertigen und sollten sofort verboten werden,“ kommentiert Klara Strauß. 

Kontakt
Klara Strauß
+49 176 73406753
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